Gastbeitrag auf "Sophies Anderswelt"

Foto: Oliver Neunteufel
Foto: Oliver Neunteufel

Der Blog "Sophies Anderswelt" war für mich in meiner Schwangerschaft unter der Vielzahl von Familien- und Mamablogs ein echter Glücksgriff und oft der rettende Anker in der Not. Aufgrund der frühen Diagnose meines Kindes konnte ich mit Themen rund um das kunterbunte und fröhliche Familienleben nichts anfangen. Blogs zum Thema Leben mit behindertem Kind und Weitertragen waren jedoch wie die Nadel im Heuhaufen - wie gerne ich auch mehr darüber gelesen hätte, sie waren schwierig zu finden.

 

Seit ich in meiner Schwangerschaft auf Verena Sophies Blog gestoßen war, verfolgte ich nicht nur interessiert die Geschichte rund um ihren Räubersohn mit besonderen Bedürfnissen, sondern vor allem auch die unzähligen Links zum Thema Behinderung, die sie täglich auf Facebook mit ihrer Community teilt. Ich fühlte mich in ihren Themen aufgehoben und verstanden, ganz anders als in der Gemeinschaft von Schwangeren und Müttern mit gesunden Kindern - Denn mein Leben mit meinem kranken Baby im Bauch, und das Leben, das da draußen nach der Geburt auf mich warten würde, das war einfach ein völlig anderes. Eine "Anderswelt", genauso wie Verena Sophie ihre Welt nennt, seitdem ihr eigentlich gesunder Sohn bei der Geburt unter schwerem Sauerstoffmangel gelitten hatte.

 

Kurz nachdem unser Sohn Bastian verstorben war, schrieb ich Verena Sophie, wie wertvoll ihr Blog und die Themen, mit denen sie sich befasst, für mich in meiner schwierigen Schwangerschaft waren. Beim Lesen ihres Blogs entdeckte ich einen Gastbeitrag, den sie online gestellt hatte und entwickelte den Wunsch, mit meiner eigenen Geschichte auch Teil ihres Blogs zu sein.

 

Ende Oktober war es dann endlich so weit und ich beantwortete Verena Sophies Fragen. In unserem ausführlichen Interview geht es nicht nur um meine persönliche Geschichte, einer Liebesgeschichte ohne Happy End, sondern vor allem um ein Thema, das uns beiden sehr am Herzen liegt: Das Weitertragen. 

 

"Weitertragen" bezeichnet das Fortführen einer Schwangerschaft nach einer auffälligen, einschlägigen oder lebensverkürzenden Diagnose. Einer Diagnose, wie wir sie für Bastian in der 12. Schwangerschaftswoche erhielten und die uns plötzlich vor eine Entscheidung stellte.

 

9 von 10 Frauen entscheiden sich nach einer solchen Diagnose für einen Schwangerschaftsabbruch. Wir gingen den anderen Weg.

 

"Weißt du wieviel Sternlein stehen", heißt Verena Sophies Miniserie, bei der das Interview mit mir den Auftakt bildet.

 

Liebe Verena Sophie, ich danke dir für deine Fragen und die Möglichkeit meines Gastbeitrags auf deinem Blog! Besonders möchte ich dir jedoch auch für dein Engagement im Bereich Behinderung und Inklusion danken! Bestimmt bist du, wie auch mir, vielen anderen eine Hilfe!

 

Hier findet ihr das vollständige Interview:

"Weißt du wieviel Sternlein stehen. Eine Miniserie über beängstigende Prognosen und das Weitertragen, die Trauer und Hoffnung"

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